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Stationswechsel ist angesagt :-)

Es ist wieder mal soweit, ein neuer Stationswechsel stand diese Woche an.

Auf diesen Einsatz habe ich mich schon lange gefreut..Kinder und Jugendpsychatrie..die geschlossene Abteilung. Der erste Tag war sehr eindrücklich und hat mich auch auf dem Nachhauseweg sehr bewegt. Da sind Jugendliche von 13-17 die ihr Leben nicht im Griff haben..weil es die Eltern wohl auch nicht im Griff haben, Jugendliche die mit den verkehrten Leuten „abhängen“ und Jugendliche die durch ihr Verhalten einfach nur ein wenig Aufmerksamkeit wollen. Würde man ihnen auf der Straße begegnen, sehen sie aus wie ganz normale Jugendliche. Kommen sie dann durch verschiedene Gründe auf solch eine Station haben sie auf der einen Seite nichts mehr (persönliche Dinge wie Handy,Kontakt zur Umwelt,PC,Fernsehr) erfahren aber auf der anderen Seite Zuspruch, offene Ihren,Regeln,gemeinsame Mahlzeiten und lernen andere betroffene Jugendliche kennen.

Ein 16 jähriges Mädchen wurde stark alkoholisiert von der Polizei gebracht, sie wehrte sich extrem,musste fixiert werden. Blutentnahme oder Alkoholtest waren nicht möglich. Sie benutzte Fäkalsprache und war völlig außer sich. Am nächsten Morgen entschuldigte sie sich da sie dachte,sie sei in der Ausnüchterungszelle…Mit 16 hatte sie also schon Erfahrungen damit gemacht. Sie war Suizidgefährdet,Alkoholabhängig und meinte,sie habe alles im Griff und alles ist gut. Das Elternhaus zerüttet,zur Mutter wenig Kontakt und die Oma war ihr einziger Halt.

Es ist schwierig,sich in diese Kids reinzuversetzten. Es ist Mitleid,man fühlt sich in dem Moment so hilflos aber es ist auch schön,wie die Therapueten und Betreuer damit umgehen und wie die Jugendlichen sich verändern. Leider schaffen die meisten nicht,die Veränderungen beizubehalten.

Ich denke dieser Einsatz wird mich noch oft zum Nachdenken bringen und es wird sicher noch Erlebnisse geben,die mich so schnell nicht loslassen.

Habt ihr Erfahrungen mit Kinder und Jugendpsychatrien?

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Ein Kommentar

Verfasst von - Juli 11, 2013 in Uncategorized

 

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Und wieder ist ein Einsatz vorbei

Der Unterkurs rennt in großen Schritten Richtung Mittelkurs. Mein dritter Einsatz ist vorbei und ich war noch nie so überwältigt.

Vor ca.4 Wochen begann er in einem Internat für Körper und Geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Die Wohngruppe bestand aus 8 Jugendlichen,die meisten waren Muskeldystrophiker ,ein Sina Bifida Kind und 1 Jugendlicher mit Querschnittslähmung. Da einige dieser Bewohner über ein Tracheostoma beatmet wurden,musste auch immer eine Kinderkrankenschwester im Dienst sein.

Mich hat die Art der Jugendlichen sehr berührt. Trotz der großen Behinderungen waren sie so herzlich, gar nicht befremdlich und alles schien normal. Sei es die Körperpflege am Morgen, Ausflüge,Organisatorische Dinge oder das engeben von Nahrung bzw. der Umgang mit den PEG`s.

Ich konnte dort viel medizinisches lernen: Einmalkathetern, Tracheostomapflege und Wechsel, Blutzuckermessen und Insulingabe, Umgang mit verschiedensten Liftern, Rollstühlen und Hilfsmitteln, Absaugen aus der Trachealkanüle, den Umgang mit dem Cough Assist und natürlich die verschiedenen Krankheitsbilder.

Am Freitag ging ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge und cih kann mir sehr gut vorstellen, nach der Ausbildung in solch einer EInrichtung zu Arbeiten.

Nun stehen 3 Wochen Schulblock an und danach der EInsatz in der Kinder und Jugendpsychatrie.

Es bleibt also spannend 🙂

 
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Verfasst von - Juni 16, 2013 in Uncategorized

 

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